Museum

Ausstellung von kleinen Theatern mit großer Faszination

Wir sind nicht nur Papiertheaterspieler, sondern mittlerweile auch Sammler und haben etliche Schätze zusammengetragen, von Farb-Lithographien bis hin zu alten Theatern. Und so entstand in zwei bisher ungenutzten Räumen neben unserem Theaterraum ein kleines Museum.

Bei einem Antiquitätenhändler kauften wir alte Vitrinen und präsentieren unsere Sammlung nun stilecht in Möbeln des 19. Jahrhunderts, nostalgisch dekoriert mit allerlei Vasen und feinen Spitzendeckchen. Die Bühnen, Figurinen und Modelle werden stimmungsvoll beleuchtet und effektvoll in Szene gesetzt. Besondere Hingucker sind ein altes elektrisch "blätterndes Buch", das statt Reklame nun Bilder von kleinen Theatern aus aller Welt zeigt, ein Litho-Stein mit dazu gehöriger Lithografie und ein altes Polyphon mit Blechplatten, das bezaubernde Melodien spielt. Hier spürt man noch den Charme des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit, als das Papiertheater noch in vielen Wohnzimmern zu Hause war und im Familienkreis gespielt wurde.

"Sieglinde und Martin Haase haben eine außergewöhnliche Ausstellung auf die Beine gestellt. ... Sie haben vielfältige Raritäten ... dem Publikum zugänglich gemacht und präsentieren sie interessierten Gästen. ... Durch die stimmungsvolle Beleuchtung konnte auf ein Deckenlicht verzichtet werden, die Ausdruckskraft der Papiertheater fesselt den Besucher."
Bernd Büllesbach (Remscheider General Anzeiger, 4.09.2018)

Aus der Geschichte des Papiertheaters

Bereits um 1820 entstanden in England, Deutschland und Österreich die ersten Papiertheater.

Durch die Erfindung der Lithographie ließen sich Papierbögen preiswert bedrucken, und es gab kaum einen bürgerlichen Haushalt, in dem ein Papiertheater fehlte. Mit Begeisterung wurde ausgeschnitten, geklebt und gebastelt, um Freunden und Bekannten eine spektakuläre Aufführung im eigenen Wohnzimmer zu bieten. Auf der kleinen Bühne wurde nachgespielt, was man zuvor im „richtigen“ Theater und in der Oper gesehen hatte. Findige Verlage brachten immer neue Szenenbilder und Figurenbögen samt den dazugehörigen Textheften heraus.

Nach dem ersten Weltkrieg gerieten die kleinen Theater in Vergessenheit. Radio und Kino, und später auch Fernsehen und Computer, wurden zu einer übermächtigen Konkurrenz. Doch seit den 1980er Jahren lebt die alte Tradition des Papiertheaters wieder auf. Sammler interessieren sich für die nostalgisch anmutenden Theater, und traditionelle wie auch moderne Stücke werden wieder aufgeführt. Es gibt eine internationale Szene in Europa und sogar in Übersee; man trifft sich auf Festivals wie z.B. dem größten Papiertheatertreffen weltweit in Preetz bei Kiel.

Das Papiertheater ist keinesfalls nur „Altpapier“! Es ist ein wunderbares, kreatives Medium, das die Fantasie der Zuschauer beflügelt und in eine zauberhafte Welt entführt.

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