Mit dem Eiffelturm stimmt etwas nicht ...

James Honk Jagt Dr. Kamishibai

Eine Parodie auf die James Bond-Filme von Martin Haase (2015).

Die schöne Papiertheaterwelt ist in Gefahr: Dr. Kamishibai versucht, sie im wahrsten Sinne des Wortes „platt“ zu machen. Er braucht schöne Bilder für sein japanisches Erzähltheater - und dafür bedient er sich hemmungslos bei anderen Bühnen. Licht und Bewegung kennt er nicht, Räumlichkeit und Tiefe sind ihm fremd. Alles wird flach unter seinen Händen, selbst der Eiffelturm in Paris - mit dramatischen Folgen! Ist Dr. Kamishibai überhaupt noch aufzuhalten? Kann James Honk das Schlimmste noch verhindern?

Spieldauer: 40 Minuten.
Premiere beim internationalen Papiertheatertreffen in Preetz 2015.


Aus den Kritiken:

James Honk ... tritt dann auch zum Beweis seiner Heldenqualitäten sofort mit einer spektakulären Fahrt im legendären Aston Martin DB5 in Aktion. Nach rasanter Verfolgungsfahrt stürzt der von einem Hubschrauber beschossene Wagen über die mit räumlicher Tiefe bestens versehenen Klippen, um dann im für Actionfilme typischen Feuerball zu explodieren. Nach dem perfekten Knalleffekt gleich zu Anfang des Stücks geht es sofort weiter mit dem für James-Bond-Filme typischen Vorspann aus Schattenrissen. Was hier so actionreich und rasant beginnt, zieht sich durchs gesamte Stück.
Es würde den Rahmen sprengen aufzuzählen, was alles passiert. Wie James Honk Dr. Kamishibai, so jagen sich hier spektakulären Spezialeffekte. Besonders eindrucksvoll aber ist die Verwandlung vom Dreidimensionalem in das flache Zweidimensionale gelungen. Selbst Umbaupausen unterbrechen den rasanten Spielverlauf nicht. Der mit verteilten Rollen gesprochene Text hält die Spannung und die Zuschauer weiter am Ball. Dabei sind die Dialoge voller Anspielungen und Wortwitz. In dem durch Hasen ergänzten Proszenium des kleinen Urania-Theaters kommen selbstgezeichnete Kulissen und Figuren zum Einsatz, bei denen Familienmitglieder und Freunde fotorealistisch verkleinert zu Schauspielern wurden. In Haases Papiertheater stimmt jedes Wort, jedes Bild, jeder Effekt.
Steht dem Zuschauer vor Staunen bereits ob der Handlung auf der Bühne der Mund offen, steigert sich das Staunen noch einmal bei einem Blick hinter die Bühne und auf die Technik. ...
Als James Honk am Ende des Stücks das tut, was James Bond mit den weiblichen Hauptdarstellern in seinen Filmen zu tun pflegt und sich der Vorhang senkt, war ich nicht der einzige, der dachte: „Oh schade, schon vorbei…“

Olaf Christensen in „PapierTheater“, Sonderausgabe Dezember 2015

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